Die Pankower Bezirksstadträtin Manuela Anders-Granitzki richtet sich mit deutlichen Worten an Abiturientinnen und Abiturienten im Bezirk. Anlass ist die Abiwoche – und die damit verbundenen Feiern, die sich unter anderem im Schlosspark und anderen Grünanlagen abspielen.
Zwar zeigt die Stadträtin für Ordnung Verständnis für die Tradition. Die Abiwoche sei ein „lustiger Brauch“, um das Ende der Schulzeit zu feiern und sie habe „großes Verständnis" dafür. Die aktuelle Entwicklung gehe aus ihrer Sicht deutlich zu weit.
Kritik an Zustand der Grünanlagen
In einer Mitteilung beschreibt Anders-Granitzki die Situation in den Parks als „Ausmaß an Rücksichtslosigkeit“. Vermüllte Wiesen, beschädigte Anlagen und zahlreiche Glasscherben seien die Folge. Teilweise seien Flächen dadurch für Familien, Kinder und Erholungssuchende nicht mehr nutzbar.
Zugleich kritisiert sie den Umgang mit den Beschäftigten des Bezirks: Die Mitarbeitenden der Grünflächenämter würden mit den Folgen der Feiern konfrontiert, obwohl sie täglich für den Zustand der Anlagen sorgten. Das sei „inakzeptabel“.
Appell an Schulen und Abiturienten
Die Stadträtin fordert ein Umdenken – nicht nur bei den Feiernden selbst, sondern auch bei den Schulen. Diese sollten ihre Verantwortung stärker wahrnehmen und vermitteln, dass Freiheit und Verantwortung zusammengehören.
Konkret bringt sie ins Spiel, dass Schulen gemeinsam mit ihren Abschlussjahrgängen verbindliche Aufräumaktionen organisieren. Wer öffentliche Räume nutze, müsse auch Verantwortung für deren Zustand übernehmen.
„Kein rechtsfreier Raum“
Grünanlagen seien „kein rechtsfreier Raum“. Man werde nicht tatenlos zusehen, wenn diese jedes Jahr aufs Neue beschädigt würden.

