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Im Norden Pankows sollen in den kommenden Jahren gleich drei neue Gymnasien entstehen: an der Friedrich-Engels-Straße, an der Grumbkowstraße und an der Wolfshagener Straße beim Sommerbad Pankow. Alle drei Standorte werden offiziell als neue Gymnasialstandorte geführt und gehören zur Berliner Schulbauoffensive.
Der Hintergrund der Neubauten ist der Platzmangel. Laut aktuellem Pankower Schulentwicklungsplan müssen mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler aus Pankow an Gymnasien in anderen Bezirken beschult werden, vor allem in Reinickendorf und Mitte. Bis 2040/41 wird ohne zusätzliche Neubauten mit einem Defizit von rund 20 Gymnasialzügen gerechnet. Mindestens vier weitere Gymnasien seien deshalb notwendig.
Gymnasium Friedrich-Engels-Straße
An der Friedrich-Engels-Straße 155 ist ein neues vierzügiges Gymnasium mit Sporthalle geplant. Der dazugehörige Bebauungsplan 3-57 wird mit hoher Priorität bearbeitet. Ende 2025 ging der Bezirk noch davon aus, den Bebauungsplan bis Anfang 2027 festsetzen zu können.
Ein wesentlicher Knackpunkt ist jedoch das Grundstück. Dort befindet sich derzeit noch eine Kleingartenanlage. Vor dem Schulbau müssen unter anderem Ersatzflächen, Entschädigungen und die Freimachung des Grundstücks geklärt werden. Diese Arbeiten sind nach bisherigem Stand für 2027/28 vorgesehen.
Hinzu kommt die Verkehrssituation: Die Friedrich-Engels-Straße soll selbst umfassend umgebaut werden, wird nach Angaben des Bezirks aber voraussichtlich nicht vor 2030 fertig. Für die Schule muss deshalb zunächst eine Zwischenlösung für die Erschließung gefunden werden.
Gymnasium Grumbkowstraße
An der Grumbkowstraße 54 soll ebenfalls ein neues Gymnasium entstehen. Für den Standort sieht der Bebauungsplan ein Gymnasium mit Sporthalle und Freiflächen vor. Das Grundstück wurde bereits dem Schul- und Sportamt zugeordnet.
Der aktuelle Schulentwicklungsplan nennt 2027 als Ziel für die Festsetzung des Bebauungsplans 3-63a. Das ist etwas früher als in einem älteren Ausschussbericht, in dem noch 2028 genannt wurde.
Noch nicht abschließend geklärt ist die verkehrliche Erschließung. Dazu sollten weitere Gutachten erstellt und anschließend mit der Senatsverkehrsverwaltung abgestimmt werden.
Gymnasium im Sommerbad Pankow
Der dritte Standort liegt an der Wolfshagener Straße beim Sommerbad Pankow. Auch dort ist ein vierzügiges Gymnasium mit Sporthalle geplant.
Hier ist vor allem das Grundstück ein Thema. Es gehört den Berliner Bäder-Betrieben und muss vom Bezirk erworben werden. Im Doppelhaushalt 2026/27 sind dafür 5,2 Millionen Euro einschließlich Grunderwerbsnebenkosten vorgesehen. Dabei handelt es sich ausdrücklich noch nicht um die Baukosten der Schule.
Zusätzlich muss die Fläche neu zugeschnitten werden, weil dort auch der Zugang zum Sommerbad und zu einer neuen Schwimmhalle berücksichtigt werden soll. Offen sind außerdem Fragen zur Verlegung eines Spielplatzes sowie zu Ausgleichsmaßnahmen.
Wann werden die neuen Gymnasien gebaut?
Einen belastbaren Eröffnungstermin gibt es für keines der drei Gymnasien. Die drei Standorte sind einer Schulbau-Tranche zugeordnet, deren Umsetzung nach bisherigen Planungen frühestens ab 2028 beginnen könnte. Voraussetzung sind allerdings unter anderem fertige Bebauungspläne, gesicherte Grundstücke und die Finanzierung der eigentlichen Schulneubauten. Hier gibt es zunächst noch etliche Fragen, die geklärt werden müssen – und auch zu Verzögerungen führen können.

