Am Freitag brannte eine der vier historischen Platanen hinter dem Schloss Schönhausen. Die vier Bäume sind prägend für den Kiez und zwischen 190 und 250 Jahre alt. Das Schloss vermutet Brandstiftung, ob fahrlässig oder mutwillig sei nicht festzustellen. Um 6:06 Uhr am Freitagmorgen wurde die Feuerwehr alarmiert, nachdem ein Schloss-Mitarbeiter Rauch und Flammen am Baum gesehen hatte.
Am Tag nach dem Feuer ist der Bereich rund um die Platane weiträumig abgesperrt, da aktuell niemand weiß, wie standfest der 35 Meter hohe Baum ist.
Aus der Ferne sieht der Baum nicht groß beschädigt aus, der Eindruck täuscht jedoch.
Wenn man aus Blickrichtung des Teehauses auf den Baum schaut, sieht man, dass das Feuer aus der Baumhöhle im unteren Bereich nach oben geschlagen haben muss. Hier ist eine deutliche schwarze Spur an der Rinde zu erkennen.
Betroffen ist die Platane mit der natürlichen Höhlung im Stamm, die vom Schloss aus gesehen vorne links steht. Die Höhle war für Generationen von Kindern auch ein kleiner Abenteuerspielplatz. Damit ist es nun vorbei.
Was passiert nun mit der Platane?
Ob der Baum gerettet werden kann, steht aktuell noch nicht fest.
Anfang der Woche erfolgt laut Schloss eine Baumbegutachtung. Dort wird festgestellt, wie groß der Schaden am Baum ist.
Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden
Um das Feuer zu löschen wurden die Löcher im unteren Bereich des Stammes von der Feuerwehr zunächst mit Sand verschlossen.
Anschließend wurde der Baum durch ein Loch im Stamm in etwa 7 Metern Höhe über eine Steckleiter mit Schaum geflutet, um die Glutnester zu ersticken. „Bei dem verwendetem Schaummittel handelt es sich um ein umweltverträgliches Konzentrat", teilte die Berliner Feuerwehr mit.
Der Löscherfolg wurde dann mit einer Wärmebildkamera rund um den Stamm kontrolliert.
Am Samstag war die Feuerwehr noch einmal vor Ort und überprüfte, ob das Feuer tatsächlich erloschen war.
Über das Alter der vier Platanen im Schlosspark Schönhausen gibt es unterschiedliche Angaben. Auf der Webseite des Bezirksamts ist von etwa 190 Jahren die Rede. Die Berliner Feuerwehr nannte in der Pressemitteilung zum Brand ein Alter von etwa 250 Jahren.
Aufgrund ihres hohen Alters, ihrer gartenhistorischen Bedeutung und ihrer Funktion als prägende Elemente des Gartendenkmals wurden sie als Naturdenkmale ausgewiesen.

