Für das Umfeld der Schulen in der Galenusstraße hat das Bezirksamt Pankow mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit angekündigt. Hintergrund sind weiterhin bestehende Gefährdungen, insbesondere während der Bring- und Abholzeiten an den Schulen vor Ort. Das geht aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow hervor.
Maßnahmen in der Mendelstraße
Für den Abschnitt der Mendelstraße zwischen Bleicheroder Straße und Galenusstraße sind mehrere Änderungen vorgesehen:
- Querungshilfen sollen deutlicher hervorgehoben werden
- Sperrflächen werden mit reflektierenden Pollern ausgestattet
- Ziel ist es, die Sichtverhältnisse zu verbessern und Falschparken zu unterbinden
- Zusätzlich wird geprüft, ob zeitlich geregelte Ladezonen eingerichtet werden können. Diese sollen den Verkehr insbesondere zu Stoßzeiten ordnen.
Bauliche Anpassung an der Grundschule
Im Bereich der Evangelischen Grundschule an der Galenusstraße / Paracelsusstraße plant das Bezirksamt eine bauliche Veränderung:
- Vorgesehen ist die Einrichtung einer Gehwegvorstreckung
- Dadurch sollen Sichtbeziehungen verbessert und unerlaubtes Halten reduziert werden
- Auch hier wird ergänzend die Einrichtung zeitlich begrenzter Ladezonen geprüft.
„Gefährdungslage" weiterhin gegeben
Nach Angaben des Bezirksamts besteht im Schulumfeld weiterhin eine „Gefährdungslage". Als Ursachen werden unter anderem eingeschränkte Sicht durch parkende Fahrzeuge, hoher Parkdruck sowie Nutzungskonflikte während der Schulzeiten genannt.
Kein Zeitplan für Umsetzung
Wann passiert auch vor Ort etwas? Dafür gibt es noch kein Datum. Ein verbindlicher Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahmen wurde bislang nicht festgelegt. Das Thema soll am 4. Juni 2026 erstmals in der bezirksinternen Arbeitsgruppe Mobilität behandelt werden.
Die Sicherheit in der Galenusstraße ist schon länger Thema: Am 6. November 2025 wurde das Thema im Ausschuss für Mobilität und öffentliche Ordnung behandelt.
Seitdem haben Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörde die Situation vor Ort geprüft. Dazu gehörten zwei morgendliche Ortsbesichtigungen, bei denen insbesondere die Verkehrsabläufe während der Bringzeiten analysiert wurden.
Ergänzend wurde eine Unfallauswertung der Polizei herangezogen, um mögliche Gefahrenstellen zu identifizieren.

