In Niederschönhausen fehlten zuletzt Grundschulplätze. Das geht aus dem Schulentwicklungsplan des Bezirks Pankow hervor. Für das Schuljahr 2024/25 weist der Bezirk in der Schulplanungsregion Niederschönhausen ein Defizit von 2,0 Zügen aus.
Ein Zug steht in der Schulplanung für eine durchgehende Klassenreihe von Jahrgang 1 bis 6. Zwei fehlende Züge entsprechen damit ungefähr Kapazitäten in der Größenordnung von zwölf Grundschulklassen.
Konkret liegt der Bedarf in Niederschönhausen derzeit bei 17,5 Zügen, vorhanden sind aber nur 15,5 Züge.
Bis zum Schuljahr 2030/31 soll sich die Lage nach den Berechnungen des Bezirks verbessern: Dann wird nur noch mit einem Bedarf von 16,5 Zügen gerechnet, während die Kapazitäten auf 19,0 Züge steigen sollen. Aus dem aktuellen Defizit würde damit ein rechnerischer Überschuss von 2,5 Zügen.
Ein Puffer, der für andere Effekte genutzt werden soll: Eine besondere Rolle spielt dabei unter anderem die Unterkunft für rund 300 geflüchtete Menschen in der Kirchstraße, die im September 2024 eröffnet wurde.
Dadurch rechnet der Bezirk mit einem zusätzlichen, nicht eingeplanten Bedarf von bis zu einem Zug an schulpflichtigen Grundschulkindern.
Entlastung bringen sollen vor allem zwei Maßnahmen. Die Hasengrund-Schule soll bis zum Schuljahr 2026/27 erweitert werden. Außerdem soll die bereits gegründete 51. Grundschule am Standort Lindenberger Straße voraussichtlich zum Schuljahr 2027/28 ihren Betrieb aufnehmen – mit einer Kapazität von 3,0 Zügen.
Diese neue Schule ist nicht nur als normale Entlastungsschule für Niederschönhausen geplant. Laut Schulentwicklungsplan soll sie voraussichtlich als inklusive Schwerpunktschule für Autismus mit berlinweitem Einzugsgebiet eingerichtet werden.
Bis 2040/41 rechnet der Bezirk in Niederschönhausen mit einem weiteren Rückgang des Schulplatzbedarfs auf 15,5 Züge. Der dann erwartete Überschuss von 3,5 Zügen soll unter anderem für Kinder mit Förderbedarf sowie für geflüchtete und aus dem Ausland zugewanderte Kinder genutzt werden.

