Die nach dem Brand beschädigte Platane im inneren Schlosspark am Schloss Schönhausen kann vorerst stehenbleiben. Das hat eine Begutachtung ergeben, die nach dem Feuer am Stamm durchgeführt wurde.
Demnach liegt keine akute Gefährdung der Standsicherheit vor, wie das Schloss Schönhausen mitteilte. Eine gute Nachricht für den bis zu 250 Jahre alten Baum.
Erste Einschätzung: Kein unmittelbares Risiko
Die Fachleute fanden keine Hinweise darauf, dass der Brand die Tragfähigkeit des Stamms so stark beeinträchtigt hat, dass der Baum gefällt werden müsste. Dennoch bleibt die Situation sensibel: Welche Schäden die Hitze im Inneren tatsächlich verursacht hat, lässt sich erst im Frühjahr beurteilen, wenn die Platane wieder austreibt. In dieser Phase zeigt sich, wie vital das Holz geblieben ist und ob Äste möglicherweise gekürzt werden müssen.
Wiederholte Brandstiftung – stärkster Vorfall bisher
Der Brand ist nicht der erste in dieser Platane – und auch nicht der einzige Fall im Schlosspark. Schon in der Vergangenheit wurde in der Baumhöhle gezündelt, wie das Schloss mitteilte. Der jüngste Vorfall war jedoch bislang am schlimmsten.
Maßnahmen: Stammöffnungen werden gesichert
Um weitere Brände zu verhindern, sollen die Öffnungen im unteren Stammbereich zunächst provisorisch, später dauerhaft gesichert werden. So sollen potenzielle Zündquellen ferngehalten und erneute Brandereignisse vermieden werden.
Um das Feuer am vergangenen Freitag zu löschen, wurde bereits Erde in die Baumhöhlen unten am Stamm gekippt.
Insgesamt stehen vier 190-250 Jahre alte Platanen hinter dem Schloss und prägen das Erscheinungsbild des inneren Schlossparks in Niederschönhausen. Aufgrund ihres Alters und ihrer historischen Bedeutung sind sei offiziell Naturdenkmäler.

