Die Planungen für ein neues Hallenbad im Berliner Bezirk Pankow nehmen weiter Gestalt an. Wenn das laufende Bebauungsplanverfahren planmäßig abgeschlossen werden kann, ist eine Inbetriebnahme des neuen Bades möglicherweise bereits Mitte 2029 denkbar.
Das geht aus einer aktuellen Antwort der Senatsverwaltung für Inneres und Sport auf eine Schriftliche Anfrage der Grünen-Abgeordneten Oda Hassepaß hervor.
Geplant ist der Neubau eines sogenannten Funktionsbades auf dem Gelände des Sommerbades Pankow an der Wolfshagener Straße. Die dortige Schwimmhalle war bereits im Jahr 2000 wegen Baufälligkeit geschlossen worden. Seitdem warten Schulen, Vereine und Freizeitsportler im Bezirk auf Ersatz – insbesondere für das Schulschwimmen gilt der Neubau als dringend notwendig.
Bebauungsplan soll bis Ende 2026 beschlossen werden
Voraussetzung für den Baubeginn ist der Bebauungsplan 3-80, der derzeit noch im Verfahren ist. Nach aktuellem Zeitplan soll dieser im zweiten Halbjahr 2026 öffentlich ausgelegt und voraussichtlich bis Ende des Jahres festgesetzt werden. Erst danach könnten die Berliner Bäder-Betriebe als Bauherrin mit der Umsetzung des Projekts beginnen.
Bereits im November 2025 hatte der Aufsichtsrat der BBB Infrastruktur GmbH & Co. KG einem Grobkonzept für das Hallenbad zugestimmt. Dieses umfasst unter anderem eine erste Kostenschätzung sowie ein Umsetzungskonzept. Ein Detailkonzept als Grundlage für die spätere Ausschreibung soll im Laufe des zweiten Halbjahres 2026 vorgelegt werden.
Finanzierung über bestehende Landesmittel
Die Finanzierung des geplanten Funktionsbades erfolgt über bereits veranschlagte SIWA-Mittel, die ursprünglich für ein Multifunktionsbad in Pankow vorgesehen waren. Damit gilt die Finanzierung für das Hallenbad als gesichert. Parallel wird auf dem Gelände auch der Bau einer neuen Schule geprüft, die im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive entstehen könnte.
Wann das Bad tatsächlich eröffnet werden kann, hängt laut Senat jedoch weiterhin von mehreren Faktoren ab – darunter standortbezogene Anforderungen, der Fortschritt des Bebauungsplanverfahrens sowie die Marktverfügbarkeit von Planungs- und Bauunternehmen.
Sollte der Prozess optimal verlaufen, halten die Berliner Bäder-Betriebe eine Inbetriebnahme „möglicherweise Mitte 2029“ für realistisch. Eine belastbare Zeitprognose werde im Laufe des Jahres 2026 erwartet.

