Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist die Außenbeleuchtung am Rathaus Pankow abgeschaltet. Das wird auch künftig so bleiben, obwohl das Bezirksamt die Beleuchtung gerne wieder anstellen lassen würde.
Das geht aus einer kleinen Anfrage in der BVV hervor. „Die Inbetriebnahme der Beleuchtung ist von Seiten des Bezirksamtes Pankow gewünscht, kann jedoch nur durch Stromnetz Berlin erfolgen", heißt es hier in einer Antwort des Bezirksamts.
Das Stromnetz verweist auf Anfrage jedoch, dass sie die öffentliche Beleuchtung zwar betreibt. Die Entscheidung über die Anknipsen der Lichter trifft das Stromnetz allerdings nicht. Dafür ist die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt zuständig.
Die Senatsverwaltung erklärt auf Anfrage, dass sie aktuell nicht beabsichtigt, die Lichter am Rathaus Pankow wieder anzustellen und führt zwei Gründe an:
- Zum einen sei bei ausgewählten Gebäuden die Beleuchtung 2024 wieder angestellt worden. Weil die Strahler so lange außer Betrieb waren, sei die Ausfallrate sehr hoch gewesen.
- Zum anderen würden die knappen Haushaltsmittel dringend für den Betrieb der Straßenbeleuchtung benötigt: „Der Handlungsbedarf ist in diesem Bereich so groß, dass die Realisierung anderer Vorhaben derzeit nicht möglich", sagt die Senatsverwaltung auf Anfrage.
Außerdem erklärt sie: „Eine Anfrage des Bezirksamtes Pankow zur Wiederinbetriebnahme liegt unserem Haus nicht vor."
Heißt: Das Bezirksamt Pankow kann selbst nicht entscheiden, ob die Beleuchtung angestellt wird. Bei der Senatsverwaltung gibt es aktuell weder Geld noch Kapazitäten, die Beleuchtung wieder anzustellen. Das Bezirksamt hat sich mit seiner Bitte zudem an die falsche Stelle gewand, nämlich an das Stromnetz Berlin.
Zusammengefasst: Kein Geld, keine Kapazitäten, Unklarheit über Zuständigkeiten – und womöglich sind Teile der Anlage Jahre nach der Abschaltung nun ohnehin kaputt.

