24. Juni 2026 / Aktuell

Schulplatzvergabe für Jahrgangsstufe 7: Bezirksamt Pankow widerspricht dem Tagesspiegel

Die Zeitung warf dem Bezirksamt vor, sich „bei der wichtigste Matheaufgabe des Jahres" verrechnet zu haben

Veröffentlicht am 24. Juni 2026 um 11:56 Uhr

Das Bezirksamt Pankow hat einer Darstellung des Tagesspiegels zur diesjährigen Schulplatzvergabe für die Jahrgangsstufe 7 widersprochen. Der Tagesspiegel hatte am 18. Juni von „Großer Verwirrung um abgelehnte 'Pankower Erstwunschkinder'" berichtet und dem Schulamt vorgeworfen, sich „bei der wichtigsten Mathe Aufgabe des Jahres verechnet" zu haben.

Dazu listete der Tagesspiegel die Zahlen „209? 62? 63?" jeweils mit einem Fragezeichen versehen auf.

Letztlich ging es um die Frage, wie viele Pankower Kinder trotz ihres Erstwunsches nicht an einer Pankower Schule unterkamen. Das Bezirksamt Pankow betonte in einer Mitteilung, dass die an den Tagesspiegel übermittelten Angaben korrekt gewesen sein und man sich nicht verrechnet habe. 

Nach Angaben des Bezirksamtes besuchen derzeit 3.219 Kinder den 6. Jahrgang an Pankower Grundschulen. Sie wechseln zum Schuljahr 2026/27 in die 7. Klasse an eine Berliner Oberschule.

Dabei sei zu berücksichtigen, dass der Schulbezirk nicht automatisch dem Wohnbezirk entspricht. Nicht alle Kinder, die eine Pankower Grundschule besuchen, wohnen auch in Pankow. Umgekehrt können sich auch Kinder aus anderen Bezirken auf Schulplätze an Pankower Oberschulen bewerben.

Insgesamt haben sich nach Angaben des Bezirksamtes 2.968 Kinder für einen Schulplatz an einer Pankower Oberschule beworben. Darunter sind auch Kinder, die nicht in Pankow wohnen.

2.218 Kinder mit Wohnsitz in Pankow haben demnach entsprechend ihrem Erst-, Zweit- oder Drittwunsch einen Schulplatz an einer Pankower Oberschule erhalten. Das entspreche 91,4 Prozent der 2.426 Pankower Kinder, die ihren Erstwunsch an einer Oberschule im Bezirk Pankow angegeben hatten.

Für Kinder aus Pankow, die an keiner ihrer Wunschschulen in Berlin aufgenommen werden konnten, wurden Schulplatzangebote gemacht.

Nach Angaben des Bezirksamtes erhielten 62 Kinder ein Angebot in einem anderen Bezirk, 196 Kinder ein Angebot in Pankow. In diesen Zahlen können allerdings auch Kinder enthalten sein, die im Anmeldeverfahren keine Wunschschule angegeben hatten. Eine genaue Unterscheidung zwischen Kindern mit und ohne Wunschangabe sei nicht erfolgt.

Die vom Tagesspiegel errechnete Zahl von 209 Kindern beziehe sich nach Darstellung des Bezirksamtes auf eine andere Gruppe: Gemeint seien Pankower Kinder, die ihren Erstwunsch an einer Pankower Oberschule angegeben hatten, bei denen aber keiner der angegebenen Wünsche erfüllt werden konnte.

Das Bezirksamt sagte: Alle Pankower Kinder haben entweder einen Schulplatz an einer Wunschschule oder ein Schulplatzangebot erhalten. 62 Pankower Kinder erhielten ein Schulplatzangebot in einem anderen Bezirk. Unter ihnen können sich nach Angaben des Bezirksamtes auch Kinder befinden, die im Verfahren keine Wunschschule angegeben hatten.

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