Wer auf den 250er-Bus angewiesen ist, kennt vor allem zu Stoßzeiten das Problem: Der Bus ist häufig bereits am Herthaplatz sehr voll und bei jedem weiteren Halt versuchen noch weitere Menschen in den Bus zu kommen.
Spätestens hinter dem Pastor-Niemöller-Platz ist es häufig kaum noch möglich einzusteigen, und der übervolle Bus quält sich durch den Berufsverkehr bis zum Bahnhof Pankow.
Das ist für alle Beteiligten unangenehm, denn die eigentliche Fahrt dauert im Berufsverkehr nicht selten so lange wie der Fußweg nach Pankow. Eltern mit Kinderwagen oder ältere Menschen mit Rollator sind noch mehr benachteiligt, denn für sie ist es noch schwieriger, in den Bus zu kommen.
Für viele Fahrgäste ist die Situation frustrierend – trotzdem sind sie auf die Linie angewiesen.
Zuletzt haben mehrere Menschen in Niederschönhausen auf der 250er-Linie etwas Interessantes beobachtet: Auf der Linie war mehrfach ein Gelenkbus im Einsatz, wie er auf der 150er-Linie ebenfalls unterwegs ist.
Ein solcher Gelenkbus (Länge: 18 Meter) könnte die Situation für viele Menschen auf der Linie tatsächlich deutlich erleichtern. Er bietet Platz für rund 100 Fahrgäste, davon 41 Sitzplätze.
Nur der Doppeldecker-Bus (in Niederschönhausen nicht im Einsatz) kann mit 113 Fahrgästen noch mehr Personen transportieren. Normale Solobusse fassen rund 70 Fahrgäste.
Kommt der 250er jetzt häufiger als Gelenkbus?
Die ernüchternde Antwort: leider nein.
„Der Fahrzeugeinsatz kann auf allen Linien je nach betrieblicher Lage variieren", erklärt die BVG dazu auf Nachfrage. Ein planmäßiger und dauerhafter Einsatz von Gelenkbussen sei auf der Linie 250 nicht vorgesehen.
An der Situation wird sich in absehbarer Zeit also nichts ändern.
Eine Alternative, die viele übersehen, wenn sie aus Niederschönhausen zur S-Bahn möchten:
Mit dem 150er-Bus (häufig leerer) ist man meist schneller an einer S-Bahn Station und hat hier je nach Wohnlage in Niederschönhausen zwei weitere Stationen zur Auswahl: den Bahnhof Blankenburg und den Bahnhof Schönholz.

