12. Februar 2026 / Aktuell

Zwei Flutlichtmasten im Jahnsportpark gesprengt, zwei weitere Masten bleiben erhalten

Zwei der Masten aus dem Jahr 1987 bleiben

Veröffentlicht am 12. Februar 2026 um 13:34 Uhr

Am Donnerstag, 12. Februar, wurden zwei Flutlichtmasten im Berliner Jahnsportpark im Prenzlauer Berg gesprengt. Die beiden östlichen Masten (der Bereich, wo die frühere Haupttribüne stand) wurden um 11:30 Uhr zu Fall gebracht. 

Mehrere hundert Schaulustige verfolgten die Sprengung von der südlichen Seite des Stadions aus. Die Sprengladungen („Schneidladungen") wurden so angebracht, dass die Masten in das ehemalige Spielfeld stürzten. 

Die Sprengung soll bis nach Wilhelmsruh zu hören gewesen sein, wie Augenzeugen berichteten. 

Warum wurden nur zwei Masten gesprengt? 

Der neue Stadion im Jahnsportpark wird Platz für 20.000 Zuschauer bieten.

Der Neubau wird sich allerdings ein Stück Richtung Osten verschieben. Aus diesem Grund können zwei der vier Masten laut Senatsverwaltung nicht stehen bleiben. Die Masten stehen nicht unter Denkmalschutz.

Wegen der „identitätsstiftenden Funktion" wurde aber bereits in der Planung entschieden, dass zwei Masten stehenbleiben werden. Auch die Mauer hinter der ehemaligen Gegengerade wird stehenbleiben.

Die vier Flutlichtmasten gelten seit Jahrzehnten als weithin sichtbare Landmarken im Prenzlauer Berg. Die Flutlichtanlage wurde in ihrer jetzigen Form 1987 errichtet. Ebenfalls in diesem Jahr wurde die Gegengerade überdacht und die Haupttribüne gebaut, die nun abgerissen wurde.

Viele Berliner verbinden mit der eingeschalteten Flutlichtanlage Erinnerungen an besondere Fußballabende. 

Die Flutlichtanlage ist seit Jahren außer Betrieb. 2019 gab es zunächst einen Kabelbrand an der Anlage, später dann musste das Stadion zeitweise gesperrt werden, weil die riesigen Leuchtmittel drohten, aus den Masten zu fallen. Die Leuchtmittel lagerten ab dem Jahr 2020 hinter der Max-Schmeling-Halle (siehe Fotogalerie).

Über mehrere Jahre wurden im Anschluss innerhalb des Stadion provisorische Masten aufgebaut, damit auch Abendspiele stattfinden konnten (siehe Fotogalerie). 

In anderen Städten hatte es in der Vergangenheit mehrfach Initiativen gegeben, um alte Flutlichtmasten bei Stadionneubauten zu erhalten. So steht blieb unter anderem ein Mast des alten Georg-Melches-Stadions in Essen stehen. Auch ein Mast des Parkstadions in Gelsenkirchen wurde nach einer Initiative von Fans erhalten. 

In der Fotogalerie seht ihr, wie die alten Masten aus verschiedenen Blickwinkeln ausgesehen haben und wie die provisorische Flutlichtanlage ab dem Jahr 2020 im Stadion aussah.

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