5. Juni 2026 / Parks, Natur und Umwelt

Eichenprozessionsspinner in Niederschönhausen: Bezirksamt markiert mehrere Bäume

Aushänge warnen und geben Verhaltenstipps

Veröffentlicht am 5. Juni 2026 um 15:42 Uhr

In Niederschönhausen sind an mehreren Orten wieder Eichenprozessionsspinner aufgetreten. Im Schlosspark tragen derzeit zahlreiche Bäume ein gelb-rotes Flatterband. Gekennzeichnet sind unter anderem Bereiche am Eingang des Schlossparks sowie am Kletterkugelspielplatz. Auch im Brosepark wurden Bäume markiert.

Die Absperrungen und Hinweise sollen Besucherinnen und Besucher darauf aufmerksam machen, Abstand zu halten. Der Eichenprozessionsspinner kann gesundheitliche Beschwerden auslösen. Gefährlich sind vor allem die feinen Brennhaare der Raupen. Sie können beim Menschen allergische Reaktionen hervorrufen.

Das Bezirksamt hat an mehreren Bäumen Zettel mit Hinweisen angebracht. Laut Aushang des Bezirksamts können die Symptome von Juckreiz und Reizungen der Augen und Atemwege bis hin zu einem allergischen Schock reichen.

Auch grippeähnliche Beschwerden sind möglich. Die Haare der Raupen können außerdem an Schuhen, Kleidung oder Haustieren haften und so in geschlossene Räume oder Fahrzeuge getragen werden.

Das Bezirksamt rät deshalb:

  • Lebende oder tote Raupen sowie alte Gespinstnester nicht anfassen.
  • Befallene Bäume meiden und besonders auf Kinder und Haustiere achten.
  • Bei Beschwerden ärztliche Hilfe suchen.
  • Bei Verdacht auf Kontakt die Kleidung wechseln und vorsorglich duschen.

Wer im Schlosspark oder Brosepark unterwegs ist, sollte die markierten Bereiche ernst nehmen und Abstand zu den gekennzeichneten Bäumen halten. Die Flatterbänder zeigen an, wo ein Befall bekannt ist. Besonders auf Spielplätzen und an Wegen ist Vorsicht geboten, weil dort viele Menschen mit den betroffenen Bäumen in Kontakt kommen könnten.

Der Eichenprozessionsspinner ist keine invasive Art, sondern eine in Deutschland heimische Schmetterlingsart. Auffällig geworden ist er vor allem, weil sich sein Verbreitungsgebiet seit den 1990er-Jahren deutlich erweitert hat. Die Art gilt als wärmeliebend und profitiert von warmen, trockenen Frühjahren und Sommern.

Solche Bedingungen begünstigen die Entwicklung der Raupen und können Massenvermehrungen wahrscheinlicher machen. Deshalb treten die Tiere in vielen Regionen inzwischen häufiger auf – besonders dort, wo viele Eichen stehen.

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